Familienbett, Beistellbett oder Einzelbett?

Familienbett, Beistellbett oder Einzelbett?

Wenn Babys schlafen, sind sie einem am liebsten… Das behaupten zumindest viele gestresste, übermüdete und vom Alltag hin- und hergetriebene Mütter. Doch muss es zwangsläufig ein Beistellbett sein? Hätte man nicht viel mehr Ruhe, wenn das Kind im eigenen Zimmer und dort im eigenen Bettchen schläft?

Das Beistellbett – mehr Pro als ContraBeistellbetten auch Zustellbetten genannt, werden – wie es der Name verrät – an das elterliche Bett gestellt. Sie sollten höhenverstellbar sein, so dass sie individuell auf das Bett der Eltern angepasst werden können. Solche Betten sind für Säuglinge ideal und auch für frisch gebackene Eltern bequem. Sie behalten Ihren eigenen Platz im Bett und wissen Ihr Kind sicher in Ihrer Nähe.

Nachteil: Zwischen dem Beistellbett und dem Elternbett entsteht eine Ritze, die das Kind beim Schlafen stören könnte, wenn es darauf liegt bzw. sich nachts dorthin drehen sollte. Quetschen Sie am besten ein Handtuch oder ein Mulltuch in die Ritze und legen Sie ein Bettlaken darüber, so dass das Beistellbett mit dem Elternbett ‚eins wird‘.

Weiterhin ist zu beachten, ein Beistellbett zu kaufen, dass mit dem Elternbett direkt verbunden werden kann. Viele Beistellbetten verfügen dafür über Haken oder andere Fixierungen, die sich am Gestell des Elternbettes befestigen lassen. Sind solche Sicherungen nicht vorhanden, besteht die Gefahr, dass das Bett verrutscht und eine Lücke entsteht.

Manche im Handel erhältlichen Beistellbetten lassen sich auch umfunktionieren zu einem Einzelbett, das beispielsweise später, wenn das Kind ‚groß genug ist‘, genutzt werden kann.

Das Einzelbett – Alleinsein ist alles

Müde Mama am Babybett

Das Baby abends ins Bettchen legen, warten bis es einschläft, sich klammheimlich aus dem Staub machen und den restlichen Abend genießen, bevor Sie selbst in ihr Bett gehen… Spätestens nach ein paar Stunden des geruhsamen Schlafes werden Sie wahrscheinlich vom Schreien Ihres Babys geweckt. Nun heißt es entweder ausharren und ignorieren oder aufstehen, halbblind durch den Raum zum Kind schlürfen und den Hunger stillen.

Wenn Sie nachts gern aufstehen, ist ein Baby-Einzelbett sicher nicht unbedingt eine schlechte Wahl. Doch wenn es um das Wohl Ihres Kindes geht, wäre ein Beistellbett oder ein Familienbett besser. Stellen Sie sich vor: Sie können sich nicht fortbewegen, nicht sprechen, haben Hunger und Durst und liegen völlig alleingelassen in einem Gitterbett. Wie würde es Ihnen gehen? Zuerst kommt die Angst und irgendwann die Resignation…

Beistellbett und Familienbett stärken das Urvertrauen

Wenn Sie glauben, Sie würden Ihr Kind mit einem Beistellbett oder dem Schlafen im Familienbett ‚verwöhnen‘, täuschen Sie sich. Ganz im Gegenteil stärkt das Zusammensein mit Mama und ggf. mit Papa das Urvertrauen im Kind. Und ist es nicht auch für Sie schön, Ihr Kind neben Ihnen schlafen zu sehen, seinem ruhigen Atem zu lauschen und sich nachts bei Bedarf einfach nur zur Seite zu drehen, um es zu stillen? Morgens werden sie beide zusammen wach und können eine ausgiebige Runde kuscheln.

Darauf sollten Sie bei einem Familienbett achten!

Ein Familienbett sollte gut abgesichert und auch komfortabel sein:

  • alle Seiten absichern: z. B. Bettgitter oder Matratzen neben das Bett legen
  • Laken gut befestigen
  • Säugling nicht in die Mitte (zwischen Mama und Papa) legen, sondern lieber neben Mama an der Wand oder ähnlichem
  • ausreichend Platz für alle
  • für die ersten Lebensmonate: Keine Kissen!
  • Kind – insbesondere vom Herbst bis zum Frühjahr – nicht unmittelbar neben einem offenen Fenster schlafen lassen
  • vor dem Schlafengehen kein Alkohol und keine Zigaretten (Beeinflussung Ihrer Wahrnehmung)
  • vor dem Schlafengehen kein Parfüm (Gerüche stören das Kind)

Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn Ihre eigene Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Freundin usw. es völlig anders machen als Sie oder Sie vielleicht schief anschauen! Hören Sie auf Ihre eigene innere Stimme, seien Sie offen für die Bedürfnisse Ihres Kindes und zeigen Sie Herz und Mitgefühl!

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Stillen – viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme

Stillen – viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme

Stillen des BabsEs ist soweit – Ihr Kind hat das Licht der Welt erblickt. Nun liegt es in Ihren Armen. So schutzbedürftig, rein und verletzlich… Zwar kann auch Liebe in gewisser Hinsicht nähren. Doch dieses kleine Wesen braucht mehr als das. Es ist abhängig von Ihnen und Ihrer Bereitschaft es zu stillen.

Die beste Nahrung, die es gibt

Muttermilch kann zurecht als die beste Nahrung überhaupt bezeichnet werden. Sie ist perfekt auf das jeweilige Kind abgestimmt. Alle Nährstoffe sind enthalten, die das Kind jetzt gerade zum Wachsen braucht. Zudem stärkt sie sein Immunsystem. Sie müssen sie im Gegensatz zu Milchpulver aus dem Supermarkt nicht kaufen, nicht erst einpacken, nicht anrühren, nicht erwärmen etc. Ist das nicht unwahrscheinlich vorteilhaft und bequem?

Nähe, Stille, Geborgenheit und Verbundenheit

Neben der bloßen Nahrungsaufnahme hat das Stillen weitere, nicht weniger bedeutende Funktionen. Babys erhalten während des Stillens direkten Körperkontakt. Sie fühlen die warme Haut ihrer Mutter, inhalieren ihren Geruch, erfahren in sich tiefe Geborgenheit und Verbundenheit.

Haben Sie sich schon einmal genau das Gesicht Ihres Kindes beim Stillen angesehen? Wie friedlich, genüsslich, vertrauens- und hingebungsvoll es sich in Ihren Armen ‚fallen lässt‘?

Nicht zu vergessen ist, dass sich Babys durch das Saugen an der Brust oftmals selbst beruhigen. Nicht ohne Grund schlafen so viele Säuglinge beim Stillen ein. Manche Babys schlafen sogar nur so ein, weil das die Zeit und der Ort sind, zu der und an dem sie sich wirklich sicher fühlen. Sie kommen zur Ruhe und finden zur Stille.

Im Idealfall ist dieses Still-Erleben nicht einseitig. Auch Müttern wird durch das Stillen ihrer Kinder die Gelegenheit geschenkt, zur Ruhe zu kommen, durchzuatmen und im Jetzt zu sein.

Mit den Gedanken ganz woanders? Babys sind einfallsreich…

Passen Sie auf, dass Sie nicht den Fehler vieler anderer Mütter machen… Mal nebenbei hinsetzen, das Kind im Arm halten, das T-Shirt hochkrempeln, anlegen und mit der anderen Hand das Smartphone im Griff – mit den Gedanken ganz woanders. Wer das Stillen regelmäßig so oder ähnlich praktiziert, braucht sich nicht wundern, wenn das Kind irgendwann nicht mehr mitspielt und durch Einfallsreichtum Ihre volle Aufmerksamkeit einfordert. Das kann zum Beispiel so aussehen, dass Ihr Kind das Stillen ausnahmslos nur noch im Liegen akzeptiert.

Wenn das Stillen zur Herausforderung wird

Zugegeben: Das Stillen wie aus dem Bilderbuch ist wohl ein Traum vieler junger Mütter. Die Überzahl an Müttern wird vor allem in den ersten paar Lebensmonaten ihrer Kinder vor eine enorme Herausforderung gestellt. Da sind die Brustwarzen entzündet, ein Milchstau jagt den nächsten und das Kind saugt und saugt und wird scheinbar nicht satt. Leider ist es bei auftauchenden Stillproblemen häufig so, dass viele Mütter das ‚Handtuch werfen‘, weil sie beispielsweise glauben, sie können nicht stillen oder ihre Milch sei nicht gut genug.

Vorweg: Der Körper jeder jungen, gesunden und erwachsenen Frau ist zum Stillen geschaffen. Doch das Stillen will gelernt sein – sowohl seitens der Mutter als auch seitens des Kindes. Eine Stillbeziehung muss wachsen.

Außerdem ist jedes Kind anders. Die einen Säuglinge sind mit 6 Stilleinheiten am Tag zufrieden. Die anderen Säuglinge fordern 20 Mal täglich die Brust ein. Gehen Sie auf die Bedürfnisse Ihres Kindes ein und vergleichen Sie es nicht mit den Anderen! Und ganz wichtig: Seien Sie geduldig und holen Sie sich ggf. Hilfe bei einer Hebamme!

Bewahren Sie sich diese Momente, die Momente der Stille, die Momente, in denen Sie mit Ihrem Baby eins sind, tief in Ihrem Herzen! Sie sind einmalig und nur von kurzer Dauer.

Woman Breastfeeding, Nurturing, or Nursing Her Sweet Newborn Baby in Different Comfortable Medical Positions, Including Cradle, Cross-Cradle, Side-lying Cradle, and Inverted Side-lying Icons    Woman Breastfeeding, Nurturing, or Nursing Her Sweet Newborn Baby in Different Comfortable Medical Positions, Including Australian, Back-lying, Side-lying Cradle, and Inverted Side Lying Poses Icons

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Tragetücher: Was ist beim Kauf und Binden zu beachten?

Tragetücher: Was ist beim Kauf und Binden zu beachten?

Was die Naturvölker schon seit tausenden von Jahren völlig selbstverständlich nutzen, wird hierzulande zunehmend ‚in‘. Die Rede ist von Tragetüchern. Diese haben einerseits etwas Nostalgisches an sich. Andererseits kommen Tragetücher in der westlichen Welt immer mehr in Mode so wie auch Tragehilfen. Doch beim Kauf und Binden lauern ernstzunehmende Fehlerquellen…

Richtig binden will gelernt sein

Während der Großteil der Mütter von den 60ern bis 90ern seine Kinder lieber im Kinderwagen vor sich her schob, findet sich heute insbesondere in den Städten eine stetig wachsende Zahl an Müttern – und auch Vätern – , die ein Tragetuch um den Körper gebunden hat.

Das richtige Binden will gelernt sein. Zugegeben – erstmals solch ein meterlanges Tragetuch in den Händen zu halten, lässt Skepsis aufkommen. ‚Wie bekomm‘ ich das Tuch so um meinen Körper gebunden, dass mein Kind sicher darin sitzt?‘ Mit ein wenig Übung und am besten mit der Hilfe des Partners oder einer Freundin klappt das Binden bald wie von selbst. Der Automatismus stellt sich ein, je häufiger Sie das Tragetuch zum Tragen Ihres Babys verwenden.

Worauf Sie beim Binden auf jeden Fall achten sollten:

  • anfangs das Kind nie im Stehen in das Tragetuch bringen (lieber in der Hocke), um schlimme Unfälle zu vermeiden
  • straff binden (viele Tücher geben nach wenigen Minuten etwas nach)
  • Knoten fest verschließen
  • bei Unsicherheit Unterstützung z. B. vom Partner oder der Hebamme erbeten
  • Kind solange festhalten, bis das Tragetuch fertig gebunden ist

Das Kind in Position bringen:

  • Kind in Anhock-Spreiz-Position (Knie circa auf Bauchnabelhöhe)
  • Kind nicht mit dem Gesicht nach vorn (schlechte Rückenhaltung, keine Kopfstütze, Reizüberflutung)
  • Höhe: Kopf des Kindes sollte mit Ihrem Kinn erreichbar sein
  • Neugeborene brauchen eine Stoffbahn als Kopfstütze
  • frühestens ab dem 3. Lebensmonat auf dem Rücken tragen

In der Welt der Tragetücher den Blick für’s Wesentliche bewahren

Tragetücher gibt es von den verschiedensten Markenherstellern. Auf diese sollten Sie zurückgreifen, wenn Sie lange Freude an Ihrem Tragetuch haben wollen. No-Name-Hersteller, die ggf. nur eine Tuchlänge anbieten, sind keine gute Wahl. Bewährt haben sich unter anderen Tragetücher der Hersteller Didymos, Hoppediz, Storchenwiege und Kokadi.

Wer ausschließlich im Tragetuch tragen will, sollte sich 2 Tücher zulegen, damit eines mal in der Waschmaschine landen kann. Wie wäre es beispielsweise mit einem dickeren und einem dünneren Tuch, eines für den Sommer und eines eher für den Winter gedacht? Es gibt auch Tragetücher mit kleinen eingenähten Taschen, in die Sie zum Beispiel Ihren Schlüsselbund stecken können.

Ideal sind Tücher mit folgenden Merkmalen:

  • Tragen ab Geburt und bis 15 kg möglich
  • schadstofffrei
  • mit Mittelmarkierung
  • 4,60 bis 5,40 cm lang (je länger, desto mehr Trageweisen sind umsetzbar)
  • ca. 60 cm breit
  • gewebt (gut belastbar) oder elastisch (nicht für ältere Kinder geeignet)
  • anschmiegsamer, weicher Stoff: Baumwolle, Leinen, Hanf, Seide

Hier noch ein paar Tipps:

Die Wickel-Kreuz-Trage ist die beliebeste Tragevariante. Keine Sorge: Das Kind bekommt ausreichend Luft zum Atmen. Falls nicht, macht es dies durch körperliche Reaktionen deutlich.

Zum Tragen von Neugeborenen sollten Sie ein langes Tuch verwenden, da Sie hier zusätzlich Stoff zum Binden einer Kopfstütze brauchen.

Für den Sommer eignen sich dünne Stoffe wie Jaquard-Tücher.

Für jeden Geschmack gibt es das Passende. Tücher in allen möglichen Farben, Mustern und Motiven sind auf dem Markt.

Achten Sie auf einen hochwertigen Stoff und geben Sie ruhig mehr Geld für gute Qualität aus, als auf schlechte Qualität zu vertrauen.

Auf Tragetücher renommierter Hersteller gibt es eine Garantie von mehreren Jahren.

Vielfach werden im Internet Tragetücher zum Tausch und zum Leasen angeboten. Auch Second-Hand-Ware für den kleinen Geldbeutel ist nicht selten.

Wer keine Zeit zum Binden hat, kann auf so genannte ‚Ring Slings‘ zurückgreifen.

Das Tragetuch kann später z. B. als Hängematte genutzt werden.

Wiederkehrende Blähungen in den ersten Lebensmonaten

Wiederkehrende Blähungen in den ersten Lebensmonaten

Newborn baby crying in his mother's arm

Blähungen – wer kennt sie nicht? Die meisten Menschen sehen sie bei sich selbst als wenig problematisch, wenn auch unangenehm in Gesellschaft, an. Doch ist das eigene, neugeborene Kind davon betroffen, machen sich Sorgenfalten auf der Stirn breit und das Suchen nach Tipps zur Linderung und Vorbeugung füllt den Tag aus…

Signale, an denen Blähungen zu erkennen sind

Die Blähungen, die in den ersten Lebensmonaten des Kindes nahezu täglich auftreten können, werden auch als 3-Monats-Koliken bezeichnet. Sie bedeuten sowohl für das Kind als auch für seine Eltern Stress. Häufig äußerst das Kind sein Unwohlsein in Schreiorgien, gegen die nichts zu helfen scheint. Weiterhin können Sie die Blähungen an folgenden Symptomen bei Ihrem Kind erkennen:

  • plötzliches Unterbrechen des Trinkens
  • sich winden und zusammenkrampfen
  • schmerzverzerrtes Gesicht
  • fauliger Geruch
  • schaumiger Stuhlgang

Wodurch können die Blähungen entstehen?

Breastfeeding BabyNicht nur ‚Flaschenkinder‘, sondern auch ‚Stillkinder‘ können von hartnäckigen Blähungen betroffen sein, wenngleich seltener. Bei Kindern, die gestillt werden, wird vielfach behauptet, die Ernährung der Mutter sei Schuld. Doch lassen Sie sich nicht verunsichern! Essen Sie das, was Sie glauben zu brauchen und verzichten Sie nicht auf wichtige Nährstoffe, indem Sie zahlreiche Lebensmittel rigoros von ihrem Speiseplan streichen! Oftmals hat das wenig Sinn und die Blähungen beim Kind verschwinden nicht.

Die Blähungen entstehen bei vielen Kindern durch eine schlechte Darmflora (beispielsweise durch Antibiotikagabe während der Geburt) und Unverträglichkeiten (beispielsweise gegen Kuhmilch). Auch Stress und Hektik beim Trinken und damit einhergehend das vermehrte Schlucken von Luft können Ursachen sein. Darüber hinaus steckt in vielen Fällen ein fehlendes ‚Bäuerchen‘ nach dem Trinken hinter den Blähungen.

Was hilft wirklich und schadet gleichzeitig dem Kind nicht?

Hebammen kennen viele Kniffe, um die Blähungen zu lindern und geben ihre Kenntnisse gern an junge Eltern weiter. Sie können mehrere Maßnahmen kombiniert anwenden. Die folgenden Tipps helfen tatsächlich, wenn auch nicht immer und hundertprozentig:

  • Fencheltee (auch Fenchel-Kümmel-Anis-Tee ist geeignet) vor und nach der Milchmahlzeit zum Trinken geben
  • den Babybauch mit Kümmelöl einreiben
  • sanfte Bauchmassage (im Uhrzeigersinn) mit warmen Händen ausüben
  • Wärme z. B. Kirschkernkissen, Infrarotlichtlampe, Wärmeflasche
  • Kümmelzäpfchen geben
  • homöopathisches Kamillenextrakt
  • Baby in Rückenlage: Beine hochnehmen, anwinkeln, spreizen (‚Fahrradfahren‘)

Probieren Sie am besten verschiedene Methoden aus. Während bei manchen Babys die eine Methode super funktioniert, wirkt sie bei anderen überhaupt nicht. Finden Sie das Passende für Ihr Kind!

Vorbeugung ist besser als Nachsorge

Loving Mother Holding Baby Daughter At HomeNoch besser ist es, erst gar keinen Blähbauch entstehen zu lassen. Ihr Baby wird es Ihnen danken! Am bekanntesten ist wohl das ‚Bäuerchenmachen‘. Jedes Baby, dass noch Milch trinkt, sollte wenn möglich nach der Mahlzeit aufstoßen. Es gibt verschiedene Handgriffe, wie Sie Ihrem Kind das Aufstoßen erleichtern können:

  1. Baby über die Schulter nehmen, mit einer Hand den Po stützen und mit der anderen Hand sanft auf den Rücken klopfen
  2. Fliegergriff: Baby bauchlinks auf Ihren ausgestreckten Unterarm legen
  3. Baby bauchlinks auf Ihren Oberschenkel (Sie sitzen) legen (Arme und Beine hängen herunter)
  4. Baby aus der Liegeposition hochnehmen, ggf. mehrmals wiederholen

Weiterhin haben sich zur Vorbeugung von Blähungen die folgenden Maßnahmen durchgesetzt:

  • beim Stillen richtig anlegen (Bitten Sie Ihre Hebamme um Rat!)
  • ‚Flaschenkinder‘: Flasche nicht zu steil und nicht zu niedrig neigen (Luft aus dem Sauger sollte verdrängt sein)
  • Flasche so lange schütteln, dass kein Schaum vorhanden ist
  • in halb-aufrechter Position stillen/füttern
  • Stilltee trinken
  • Zeit lassen und nicht bei Stress stillen/füttern
  • Unterbrechungen vermeiden
  • häufig im Tragetuch/in der Tragehilfe tragen

Sollte nichts gegen die Blähungen helfen, verzweifeln Sie nicht! Lassen Sie Ihr Kind vom Kinderarzt oder der Hebamme abchecken und seien Sie damit beruhigt: Bei den meisten Babys lassen die Blähungen ab dem 4. Lebensmonat nach oder sind Geschichte.

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Der Windelinhalt und die richtige Reaktion darauf

Der Windelinhalt und die richtige Reaktion darauf

Die Geburt eines Kindes stellt Eltern vor komplett neue Herausforderungen und Situationen. Eine, die auch oft zu Ratlosigkeit führt, ist der Inhalt der Babywindel. Da stellt sich die Frage, was der Stuhlgang des Babys eigentlich über seinen Gesundheitszustand aussagt und was wann normal ist.

Zusammenhang zwischen Windelinhalt und Wohlbefinden

Eltern werden feststellen, dass der Inhalt der Windeln immer wieder anders aussieht. Dies liegt auf der Hand, denn der Stuhlgang des Babys ist von mehreren Faktoren abhängig. Unter anderem spielen dabei sein Alter, aber auch die Nahrung eine Rolle und der Status seiner Verdauungsentwicklung. Diese verläuft bei Babys sehr individuell, deshalb macht es keinen Sinn, den Inhalt der Windel mit dem anderer Babys zu vergleichen.

Stuhlgang ist abhängig von der Ernährung

Unmittelbar nach der Geburt hat das Baby erstmals Stuhlgang, der auch als Kindspech oder Mekonium bezeichnet wird. Entleert wird dabei, was sich während der Zeit der Schwangerschaft im Mutterleib im Darm des Babys angesammelt hat. Der Windelinhalt dabei ist zähflüssig und grün-schwarz gefärbt. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die aufgenommene Nahrung eine wesentliche Rolle spielt, welche Farbe, Konsistenz und welchen Geruch, aber auch welche Häufigkeit der Stuhlgang aufweist. In den ersten vier bis sechs Wochen haben Babys, die gestillt werden, dreimal täglich Stuhlgang. Schwankungen sind vollkommen normal und kein Anlass zur Sorge. Stillt eine Mutter ihr Baby, ist der Stuhlgang meist pastenartig oder eher wässrig und gelblich gefärbt.Babys, die mit Milchersatznahrung gefüttert werden, haben weniger oft eine volle Windel, dafür dann umso mehr Inhalt. Das liegt an der künstlichen Milch, die wesentlich mehr schwer verdauliche Bestandteile enthält, die im Darm verarbeitet und ausgeschieden werden. Die Konsistenz des Stuhls ist breiig und hellgelb bzw. lehmbraun. Auch der Geruch ist anders, denn während es bei gestillten Babys eher mild riecht, ist die Ausscheidung bei Flaschenkindern streng riechend. Verantwortlich dafür sind die Kolibakterien aus der Milch, die im Darm gebildet werden. Stillbabys weisen dagegen Bifidobakterien auf.

Die Beikost trägt zu wesentlichen Veränderungen bei

Sobald das Baby nicht mehr nur gestillt wird bzw. ausschließlich Flaschenkost erhält, verändert sich auch der Stuhlgang maßgeblich. Der große Wechsel in der Ernährung zeigt sich auch bei Babys Ausscheidungen: diese werden nun dicker, farblich dunkler und deutlich strenger riechend. Im Stuhlgang können auch unverdaute Gemüsestücke entdeckt werden, die aber keinerlei Anlass zur Sorge sein sollen. Denn der Darm des Babys muss sich erst an die neue Nahrung gewöhnen und mit der Produktion der passenden Enzyme beginnen, um die Ernährung in seine Bestandteile aufzuspalten.

Bei Verstopfung immer zum Arzt

Eine Verstopfung ist bei Babys, die weniger als drei Monate alt sind, sehr selten. Viel eher tritt sie dann auf, wenn die Ernährung bereits Brei und Beikost enthält. Dennoch ist die Tatsache, dass sich mehrere Tage nichts in der Windel befindet, nicht automatisch ein Hinweis, dass eine Verstopfung vorliegt. Diese geht meist mit Anzeichen wie Appetitlosigkeit, harter Bauch beim Baby oder weniger als drei volle Windeln pro Woche einher. Auch sehr flüssiger Stuhlgang kann im übrigen ein Anzeichen für eine Verstopfung sein, die in jedem Fall einen Arztbesuch auslösen sollte.

Tragetuch oder Tragehilfe?

Tragetuch oder Tragehilfe?

manduca 2011_U2B0952_RGB_300dpiIm Sommer kann so unangenehm schwül-warm wie in einem Schwitzkasten werden. Hingegen sorgt das Tragen im Winter für eine willkommene Wärme. Zudem stärkt das Tragen die Bindung und das Urvertrauen des Kindes. Doch wer sich für das Tragen seines Babys entscheidet, steht früher oder später vor der Qual der Wahl: Tragetuch oder Tragehilfe?

Tragetuch – alt bewährt, anschmiegsam und angenehm

Tragetücher gibt es heutzutage in den verschiedensten Längen, Breiten, Farben, Mustern, Stoffen, Webarten, etc. zu kaufen. Das Internet schäumt geradezu über, wenn man sich auf die Suche danach begibt. Für jeden Geschmack findet sich das passende Tragetuch. Dabei ist es keine neue Modeerscheinung. Bereits seit vielen Jahrtausenden und in vielen Regionen der Erde nutzen Mütter ein Tuch zum Tragen ihres Babys.

manduca-Sling-lime-lovethechange-2-1200pxWer das Binden einmal richtig gelernt hat, wird spüren, dass das Tragetuch perfekt am Körper des Babys und am Körper des Trägers anliegt. Es lässt sich individuell auf das Kind abstimmen und in verschiedensten Art und Weisen binden. Der Körper des Trägers wird nicht einseitig belastet, so wie es bei vielen Tragehilfen der Fall ist. Das Gewicht des Kindes wird bei den meisten Bindeweisen auf Schultern, Rücken, Becken, Bauch usw. verteilt. Dadurch ist es ohne Schwierigkeiten möglich, das Kind mehrere Stunden zu tragen.

Nachteile des Tragetuchs

Der Hauptgrund, warum sich viele Mütter gegen ein Tragetuch entscheiden ist, dass sie glauben, es sei schwer, es richtig zu binden. Das stimmt vielleicht am Anfang… Hier gilt wie in allen Dingen des Lebens: Übung macht den Meister. Anfangs ist es ratsam, sich vom Partner, einer Freundin oder der Hebamme helfen zu lassen. Nach ein paar Versuchen gelingt das Binden des Tragetuchs immer besser und schon bald von ganz allein!
Empfehlenswert sind in den ersten Lebensmonaten des Kindes vor allem die ‚Kängurutrage‘ und die ‚Wickelkreuztrage‘. Sie lassen sich im Vergleich relativ leicht binden.

Weitere Nachteile des Tragetuchs können unter anderen sein:

  • störender Knoten
  • störende, herabhängende Stoffenden
  • zu undurchlässiger/durchlässiger Stoff
  • zeitaufwändiges Binden

Die Tragehilfe – immer mehr auf dem Vormarsch

manduca-babycarrier-petrol-lifestyle-lovethechange-1280px-01Auch Tragehilfen gibt es beinahe wie ,Sand am Meer‘. Hier sollten Sie nicht zu voreilig sein. Die Tragehilfe sollte eng am Körper des Babys anliegen können, aus einem atmungsaktiven Stoff bestehen und ergonomisch für Sie und Ihr Kind sein. Mit einer Babytrage haben Sie Ihr Baby immer dabei, es spürt die Nähe, Wärme und Geborgenheit. Und Sie haben die Hände frei und können sich um Geschwisterkinder, den Haushalt oder den Einkauf kümmern. Selbst in öffentlichen Verkehrsmitteln (engen Straßenbahnen) sind Sie flexibel.

Vorteile der Tragehilfe:

  • schnelles Anlegen und Ablegen
  • flexibel einstellbar
  • weniger Stoff als beim Tragetuch am Körper
  • kein störender Knoten

Nachteile der Tragehilfe:

  • in der Regel dicker Stoff (im Sommer nachteilig)
  • viele Schnallen
  • nicht immer für Neugeborene geeignet
  • liegt weniger angenehm am Körper an
  • Gewicht des Kindes wird schlechter verteilt

Ob Tragetuch oder Tragehilfe – wer sich dazu entschließt, sein Baby ausschließlich zu tragen und nicht in den Kinderwagen zu setzen, sollte sich am besten ein Tragetuch und eine Tragehilfe zulegen. So kann je nach Lust und Laune entschieden werden und: Eine Trage kann auch mal problemlos in der Waschmaschine landen.

Tipps: Im Winter sind Tragehilfen die bessere Wahl, während in der warmen Jahreszeit die Tragetücher vorteilhafter sind. Die Tücher lassen sich gewöhnlich schlechter über eine dicke Winterjacke binden.mam_allweather_cover_blackbird_black_umbrella2_300dpi

Warum nachhaltige Kleidung für Babys besonders wichtig ist

Warum nachhaltige Kleidung für Babys besonders wichtig ist

Nachhaltige Babykleidung Gefahren lauern für Babys und Kleinkinder fast überall. Kritisch wird es, wenn das Risiko nicht sofort auf dem ersten Blick ersichtlich ist. Gift- und Schadstoffe sind in vielen Textilien vorhanden. Jüngeren Kindern fehlen die notwendigen Immun- und Abwehrkräfte, um die belastenden Stoffe im Körper abzubauen. Der Kauf von nachhaltig gefertigten Kleidungsstücken kommt jedoch nicht nur den Kindern zugute.

Unsichtbare Krankmacher

In den Augen vieler Eltern muss Kinderkleidung vor alledem günstig und robust sein. Der Grund dafür ist leicht nachvollziehbar: Besonders kleine Kinder wachsen schnell aus ihren Lieblingsteilen heraus. Zudem müssen die Textilien häufig wilde Spiele auf dem Spielplatz und im Kindergarten überstehen. Doch neben einer guten Verarbeitung und dem Kostenfaktor sollte beim Kauf von Kindermode auch die Herkunft und die verarbeiteten Materialien der Produkte eine wichtige Rolle spielen. Denn krebserregende Farbstoffe, Pestizide oder gesundheitsschädliche Weichmacher kommen auch in Baby- und Kinderkleidung vor.

Besorgniserregend sind dabei beispielsweise Textilien wie Schlafanzüge, Strampler oder Unterwäsche. Diese Kleidungsstücke trägt das Kind teilweise über mehrere Stunden hinweg auf der bloßen Haut. Dabei gelangen die giftigen Substanzen direkt in den Kreislauf der Kleinen und können langfristig dort irreparable Schäden hervorrufen. Besonders Babys haben noch keine entsprechenden Abwehrstoffe gebildet und sind den giftigen Substanzen wehrlos ausgeliefert. Allergien oder Kontaktekzeme sind dabei noch die unbedenklichsten Folgen von belasteter Kleidung.

Der Marken-Name entscheidend keineswegs

Babykleidung

Ein Markenname ist kein Garant für eine schadstoffarme Kleidung. Im Jahr 2012 fand die Umweltschutzorganisation Greenpeace heraus, dass auch die Textilien weltweit bekannter Modelabels diese gesundheitsschädlichen, teilweise besorgniserregenden Stoffe in großer Menge enthalten. Weder ein namhaftes Unternehmen noch der Preis sind deswegen ein sicherer Hinweis für schadstoffarme Kleidung. Besonders davon betroffen sind Textilien mit farbfrohen, niedlichen Motiven.

Das Tragen von schadstofffreien Produkten kommt nicht nur der Gesundheit von Babys und Kindern zugute. Bei den in der Kleidung enthaltenen Giftstoffen handelt es sich meist um Rückstände. Ein Großteil dieser Schadstoffe fällt bei der Produktion an und gelangt von dort aus ungefiltert in Flüsse und Seen. Auch beim Anbau der Rohstoffe – wie beispielsweise Baumwolle – kommt zur Dezimierung von Schädlingen und Krankheiten Pestizide zum Einsatz. Die Chemie schützt die Pflanzen, schädigt aber gleichzeitig die Flora und Fauna der näheren Umgebung. Trotz strenger Auflagen können viele der Schad- und Giftstoffe bereits auch in europäischen Gewässern nachgewiesen werden.

Nachhaltige Kleidung sicher erkennen

Ökologische Textilien lassen sich selten am Namen erkennen. Dafür sind aber andere Hinweise für eine nachhaltige Produktion der Kleidungsstücke vorhanden. Das Prüfsiegel mit dem Label „Öko-Tex® Standard 100“ wird von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung herausgegeben und steht für eine geprüfte Produktion auf Öko-Standard. Auch der IVN – der Internationale Verband der Naturtextilhersteller – ist zu einer Kennzeichnung unbedenklicher Textilien übergegangen. Das kleinere Zeichen wird dabei durch einen orangefarbenen Kreis symbolisiert, welcher von einem nach oben geöffneten Kreis in gleicher Farbe umgeben ist. Textilien, die einen höheren Fertigungsstandard erfüllen, erhalten von der IVN das „best“ Siegel. Dargestellt wird dieses durch einen blauen Kreis.

Nur wenn die Nachfrage nach nachhaltiger Kleidung steigt, sinkt die Produktion schadstoffbelasteter Textilien. Siegel und Auszeichnungen allein bieten allerdings auch keinen vollständigen Schutz. Beim Kauf von Kinder- und Babykleidung sollten Sie zudem auf Hinweise wie „knitterfrei“, „separat waschen“ und „vor dem ersten Tragen waschen“ achten. Diese Stücke sind fast immer mit einer Vielzahl von Chemikalien belastet. Auch dürfte fast jedem klar sein, dass ein Strampelanzug für 1,99EUR kaum ökologisch und nachhaltig gefertigt worden ist.

Reduzierte Giftstoffe in Second Hand Kleidung

Vater beim Waschen der KinderkkeidungNachweislich verringern sich durch regelmäßiges Tragen und mehrmaliges Waschen die vorhandenen Schadstoffe in den Textilien. Babys und Kleinkinder wachsen häufig sehr schnell, sodass deren Kleidung sehr gut erhalten ist. Diese Klamotten haben bereits einige Waschdurchgänge hinter sich, sodass die giftigen Stoffe meist nicht oder nur in geringen Maßen vorhanden sind.

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