Stillen – viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme

Stillen – viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme

Stillen des BabsEs ist soweit – Ihr Kind hat das Licht der Welt erblickt. Nun liegt es in Ihren Armen. So schutzbedürftig, rein und verletzlich… Zwar kann auch Liebe in gewisser Hinsicht nähren. Doch dieses kleine Wesen braucht mehr als das. Es ist abhängig von Ihnen und Ihrer Bereitschaft es zu stillen.

Die beste Nahrung, die es gibt

Muttermilch kann zurecht als die beste Nahrung überhaupt bezeichnet werden. Sie ist perfekt auf das jeweilige Kind abgestimmt. Alle Nährstoffe sind enthalten, die das Kind jetzt gerade zum Wachsen braucht. Zudem stärkt sie sein Immunsystem. Sie müssen sie im Gegensatz zu Milchpulver aus dem Supermarkt nicht kaufen, nicht erst einpacken, nicht anrühren, nicht erwärmen etc. Ist das nicht unwahrscheinlich vorteilhaft und bequem?

Nähe, Stille, Geborgenheit und Verbundenheit

Neben der bloßen Nahrungsaufnahme hat das Stillen weitere, nicht weniger bedeutende Funktionen. Babys erhalten während des Stillens direkten Körperkontakt. Sie fühlen die warme Haut ihrer Mutter, inhalieren ihren Geruch, erfahren in sich tiefe Geborgenheit und Verbundenheit.

Haben Sie sich schon einmal genau das Gesicht Ihres Kindes beim Stillen angesehen? Wie friedlich, genüsslich, vertrauens- und hingebungsvoll es sich in Ihren Armen ‚fallen lässt‘?

Nicht zu vergessen ist, dass sich Babys durch das Saugen an der Brust oftmals selbst beruhigen. Nicht ohne Grund schlafen so viele Säuglinge beim Stillen ein. Manche Babys schlafen sogar nur so ein, weil das die Zeit und der Ort sind, zu der und an dem sie sich wirklich sicher fühlen. Sie kommen zur Ruhe und finden zur Stille.

Im Idealfall ist dieses Still-Erleben nicht einseitig. Auch Müttern wird durch das Stillen ihrer Kinder die Gelegenheit geschenkt, zur Ruhe zu kommen, durchzuatmen und im Jetzt zu sein.

Mit den Gedanken ganz woanders? Babys sind einfallsreich…

Passen Sie auf, dass Sie nicht den Fehler vieler anderer Mütter machen… Mal nebenbei hinsetzen, das Kind im Arm halten, das T-Shirt hochkrempeln, anlegen und mit der anderen Hand das Smartphone im Griff – mit den Gedanken ganz woanders. Wer das Stillen regelmäßig so oder ähnlich praktiziert, braucht sich nicht wundern, wenn das Kind irgendwann nicht mehr mitspielt und durch Einfallsreichtum Ihre volle Aufmerksamkeit einfordert. Das kann zum Beispiel so aussehen, dass Ihr Kind das Stillen ausnahmslos nur noch im Liegen akzeptiert.

Wenn das Stillen zur Herausforderung wird

Zugegeben: Das Stillen wie aus dem Bilderbuch ist wohl ein Traum vieler junger Mütter. Die Überzahl an Müttern wird vor allem in den ersten paar Lebensmonaten ihrer Kinder vor eine enorme Herausforderung gestellt. Da sind die Brustwarzen entzündet, ein Milchstau jagt den nächsten und das Kind saugt und saugt und wird scheinbar nicht satt. Leider ist es bei auftauchenden Stillproblemen häufig so, dass viele Mütter das ‚Handtuch werfen‘, weil sie beispielsweise glauben, sie können nicht stillen oder ihre Milch sei nicht gut genug.

Vorweg: Der Körper jeder jungen, gesunden und erwachsenen Frau ist zum Stillen geschaffen. Doch das Stillen will gelernt sein – sowohl seitens der Mutter als auch seitens des Kindes. Eine Stillbeziehung muss wachsen.

Außerdem ist jedes Kind anders. Die einen Säuglinge sind mit 6 Stilleinheiten am Tag zufrieden. Die anderen Säuglinge fordern 20 Mal täglich die Brust ein. Gehen Sie auf die Bedürfnisse Ihres Kindes ein und vergleichen Sie es nicht mit den Anderen! Und ganz wichtig: Seien Sie geduldig und holen Sie sich ggf. Hilfe bei einer Hebamme!

Bewahren Sie sich diese Momente, die Momente der Stille, die Momente, in denen Sie mit Ihrem Baby eins sind, tief in Ihrem Herzen! Sie sind einmalig und nur von kurzer Dauer.

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